Freitag, 18. Mai 2012

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Mit Stahnsdorf XL in die Welt

Rund-um-die-Uhr-Betrieb im Briefzentrum 14

Um diese Uhrzeit schlummert die Region für gewöhnlich. Im Briefzentrum Stahnsdorf dagegen läuft die Technik heiß. An den Geräuschpegel in der riesigen Halle muss ich mich erst einmal gewöhnen. Unzählige Maschinen rattern. Sirenen ertönen und verlieren sich wieder im allgemeinem Lärm. Überall sehe ich gelbe Plastekisten, die über kilometerlange Fließbandanlagen wandern – das alles rauscht kreuz und quer und in mehreren Etagen durch die Halle an der Ruhlsdorfer Straße.
An einigen Stellen greifen Mitarbeiter in das Geschehen ein. Es sind aber bei Weitem nicht so viele, wie ich in einem Briefzentrum dieser Größe, die Halle ist 11 700 Quadratmeter groß, vermutet hätte. „Jetzt in der Nachtschicht sind es um die 50“, erzählt Rolf Schulz, Pressesprecher der Deutschen Post. Er führt mich durch das Briefzentrum 14 in Stahnsdorf. Das Zentrum mit dem Zusatz XL gehört zu den größeren der Deutschen Post. Zum Vergleich: Das Briefzentrum in Cottbus hat die Größe S, das Zentrum in Berlin-Mitte gar die Größe XXL. Die Einteilung nach Kleidergrößen veranschaulicht das Sendungsvolumen der jeweiligen Region.
Bundesweit gibt es 82 Briefzentren, vier allein in Brandenburg. Neben Stahnsdorf und Cottbus finden sich diese in Schönefeld und Hennigsdorf. Das 1996 eröffnete Briefzentrum in Stahnsdorf bearbeitet alle Briefe, die aus der Leitregion 14 abgeschickt werden bzw. die für Empfänger in diesem Bereich bestimmt sind – also alle Orte, deren Postleitzahl mit einer 14 beginnen. Das ist der ganze Berliner Südwesten, u.a. auch Potsdam, Jüterbog und Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf.


„Bis zu drei Millionen Briefe durchlaufen das Briefzentrum täglich“, berichtet Schulz. Dabei hilft die modernste Lese-, Codier-, Sortier- und Fördertechnik. In den letzten Jahren investierte die Deutsche Post in neue Maschinen, um noch leistungsfähiger zu sein: mehr Effektivität, Kontinuität und Verlässlichkeit. Des einen Vorteil ist des anderen Nachteil. Mit möglichst vielen Maschinen werden natürlich Menschen eingespart.
Während in der Nachtschicht – der Hauptschicht – zwischen 22 und 6.30 Uhr 50 Mitarbeiter, überwiegend Frauen, vor Ort sind, arbeiten in der Spätschicht, zwischen 17.30 und 22 Uhr nur etwa 40. „Tagsüber sind es noch weniger“, ergänzt Schulz. Die Hauptarbeit fällt eben nachts an. Denn jeder von uns möchte sichergehen, dass seine Post den Empfänger nach nur einem Tag erreicht. Bis 21.30 Uhr werden alle Briefe, die die Region verlassen, sortiert. Um 6.30 Uhr muss die gesamte Verteilung abgeschlossen sein. Tagsüber wird dann Info- und Werbepost bearbeitet. „Die seriöse Post bzw. Privatpost hat Vorrang – sie kostet auch mehr ...

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des lokal.reports oder hier online.

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