Freitag, 18. Mai 2012

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„Eine Kanne Wasser vorrätig“

Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf hat zum Neujahrsempfang ins Gutshaus Steglitz eingeladen

„Wir können nicht beeinflussen, wie uns der Wind ins Gesicht bläst, aber wir können die Segel richtig setzen.“ Mit diesem Gleichnis schlug die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf eine Brücke vom Rückblick ins vergangene Jahr zu ihrem Wunsch für 2012: Weitere Ideen, viel Zeit und Geld, um noch mehr gemeinnützige Projekte im Bezirk unterstützen und voranbringen zu können. Freunde und Partner der Bürgerstiftung trafen sich kürzlich zum traditionellen Neujahrsempfang im Gutshaus Steglitz.

„Sie sind nicht etwa eine Verstärkung oder Stabilisierung des bürgerschaftlichen Engagements in unserem Bezirk, vielmehr ergänzen und bereichern sie die Angebote“, sagte Norbert
Schmidt, Bezirksstadtrat für Soziales. Steglitz-Zehlendorf stehe, das Ehrenamt betreffend, im Berliner Vergleich ganz vorn. Nicht umsonst sei der Bezirksbürgermeister Norbert Kopp auch der Schirmherr der Bürgerstiftung. „Trotz allem möge das Engagement noch mehr werden“, sagte er weiter und sprach von einem Pflänzchen, das langsam wachse und gedeihe. Dafür habe das Bezirksamt immer eine Kanne Wasser vorrätig.

„Die Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung ist für mich wie ein Märchen“, schwärmte Silke Rudolph vom Kinder- und Jugendbetreuungshaus (KBH) im Ramsteinweg in Zehlendorf-Süd. Denn Dank der Hilfe der Bürgerstiftung sei unter anderem das Projekt „Die Wiese lebt“ einen großen Schritt vorangekommen. Bei dem Projekt geht es speziell um den großen, vormals ungenutzten Garten des KBH. Kräutergarten, Feuerstelle, Spielwiese, Slackline und ein Wasserspielplatz wurden inzwischen angelegt. „Aber wir brauchen weitere Spenden, um den Garten auszubauen“, erklärte Rudolph.


Zum Leitgedanken der Bürgerstiftung zählt unter anderem, dass die Natur und Kultur in Steglitz-Zehlendorf gefördert werden soll. „Dieser Slogan gefällt mir besonders, denn ich möchte auch genau diese beiden Dinge erhalten“, sagte Dr. Evelyn Kersten vom Umweltverband BUND, die ebenfalls eng mit der Bürgerstiftung zusammenarbeitet. Der Fortschritt sei zwar nicht aufzuhalten, aber man könne ihn zumindest sanft begleiten und gelegentlich korrigieren. „Auch wir bedanken uns für das Vertrauen und hoffen auf viele weitere gemeinsame Projekte“, fügte Dr. Jutta Anna Kleber von der Ausbildungsbrücke in Steglitz hinzu.

Die Mitstreiter der Bürgerstiftung möchten die Menschen im Südwesten für eine stärkere Mitverantwortung für das Gemeinwohl gewinnen. Deshalb unterstützen sie gemeinnützige Projekte sowohl für die ältere Generation als auch für Kinder- und Jugendliche. Immer mit dem Ziel vor Augen, Treffpunkte der Begegnung zu schaffen, ein lebenswertes Wohnumfeld für alle Generationen zu bewahren, Kultur zu stärken sowie Spiel und Sport zu fördern. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.buergerstiftung-sz.de.

Text/Foto: Anett Kirchner

„Eine Kanne Wasser vorrätig“